Töpfe

 

Der Topf: Ein wenig Bling Bling für die Küche

Hier gibt es alles, was das Topf-Herz des Hobby-Kochs begehrt: Das alles mit oder ohne Einsatz. Und die passenden Deckel oder Glasdeckel gibt’s obendrauf. Töpfe von All-Clad, de Buyer, Riess und anderen, die ihr Handwerk noch beherrschen.

Hochwertige Töpfe sind Partner fürs Leben. Bei der Auswahl sollte man sich entsprechend viel Zeit lassen und nicht schnell, schnell ein Topfset aus dem Kaufhaus holen. Die kannst du zum Topfschlagen auf dem nächsten Kindergeburtstag benutzen. Auf dem Herd sollte was Anständiges stehen. Langlebig und solide. Aus Edelstahl oder Kupfer.


Butch hilft - welcher Topf für was?

Some like it hot. Butch likes it hotter. „Schatz, wir brauchen einen neuen Topf.“ Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Denn jetzt geht es los, möchtest Du kochen, anbraten, pochieren, dünsten, blanchieren oder schmoren? Oder ganz was anderes? Wenn Dir Superman also nicht sein Kochgeschirr aus Kryptonite leiht, solltest du dich für verschiedene Modelle entscheiden. Und weil Google ein Luder ist, findest Du im Folgenden ein paar Infos und Tipps rund um Töpfe.


Die Topfarten

Fleischtopf

Der Fleischtopf ist der Topf, den Du wahrscheinlich als Kochtopf kennst. Er ist bestens zum Kochen und Dünsten von Gemüse, Fleisch, Nudeln, Reis und Eintöpfen geeignet. Der Fleischtopf hat eine durchschnittliche Höhe und ist quasi der Berti Vogts auf dem Herd, vielfältig einsetzbar, solide und grundehrlich.

Suppentopf

Den Suppentopf erkennen Laien und Profis an seiner besonderen Höhe. So wird sichergestellt, dass keine Zutaten entkommen. Zugleich bietet er sich durch seine schlanke Form für Gerichte an, die viel Wasser benötigen. Man kennt den schmalen Kumpan auch als Spargel-, Nudel- oder Gemüsetopf.

Bratentopf

Hier wird es ein wenig kniffelig, denn der Bratentopf ist ein Zwitter: halb Bräter, halb Fleischtopf. Seinen Namen verdankt der Bratentopf seiner hohen Wärmeleitfähigkeit, denn auch Schmorgerichte gelingen in diesem Tausendsassa hervorragend. Daher wird er auch gerne Schmortopf genannt. Und da er sich so fix aufheizt, kannst du auch perfekt Dein Süppchen darin kochen oder einfach nur Nudeln und Kartoffeln.

Bräter

Kürzer im Namen, geringer in der Höhe. Der Bräter ist im Gegensatz zum Bratentopf flacher. Das hat zur Folge, dass weniger Kondenswasser verdunstet und schneller wieder im Topf landet. Die geliebten Rouladen von Mama sind ein Paradegericht für den Bräter. Kommt Gusseisen als Material ins Spiel werden die Bräter zu Cocotten.

Stielkasserolle

Ein kleines Töpfchen, manchmal auch etwas größer, mit Stielgriff, so wird eine Stielkasserolle bestens umschrieben. Am Durchmesser und Fassungsvermögen gemessen hören Stielkasserollen da auf, wo Töpfe anfangen. In Ihnen lassen sich kleine Beilagen oder Saucenkreationen zubereiten. Und durch den Stielgriff auch schön hin und her schwenken.

Sauteuse

Die Sauteuse nennen wir Deutschen gerne Schwenkpfanne, womit sich auch ihre Funktion erklärt. Man erkennt diesen kleinen Freund an seinem nach außen hochgezogenen hohen Rand. Die Sauteuse eignet sich hervorragend, um den Inhalt als Kurzgebratenes zuzubereiten oder kurz in Fett zu schwenken. Woran erinnert dich das? Richtig, an den Wok.

Spargeltopf

Um seine Hoheit Asparagus officinalis L artgerecht zuzubereiten, bedarf es einer eigenen Topfform. Durch die Höhe des Topfes wird sichergestellt, dass die Spargelspitzen nicht im Wasser kochen, sondern durch den Dampf gegart werden, so bleiben Geschmack und Vitamine erhalten.

Wok

Topf oder Pfanne? Auch Milliarden Asiaten können diese Frage nicht konkret beantworten. Ist aber egal, weil hier das Ergebnis zählt. Und da ist der Wok ganz weit vorne. Mit einem Wok kann man nahezu alle Gemüsesorten sowie Fisch und Fleisch schmoren, frittieren oder dämpfen. Die kurze Garzeit erhält Vitamine und Mineralstoffe und der Wokinhalt behält seine natürliche Farbe und die Bissfestigkeit. Woks mit flachem Boden erhalten den klangvollen Namen Wokpfannen. Und das erinnert uns wiederum an… Sauteusen.

Schnellkochtopf

Gentlemen, please start your engine. Der Speedy Gonzales auf deinem Herd spart bis zu 60% Energie und eine Menge Zeit. Durch die kurze Garzeit schonst Du zudem Vitamine und Nährstoffe. Ein weiterer Vorteil ist der nahezu komplette Erhalt der Aromen. Man muss sich an den schnellen Freund gewöhnen, dann mag man ihn aber nicht mehr missen.


Die Materialien

Edelstahl

Say hello to Chuck Norris! Töpfe aus Edelstahl sind robust und unempfindlich gegen Kratzer, sie sind der klassische Allrounder in der Küche und bewähren sich in nahezu allen Kochsituationen. Leicht zu reinigen, in jeglichen Formen und Größen erhältlich machen Sie fast alles mit, was es auf dem Herd (und auch daneben) zu tun gibt. Da wir es dir aber nicht ganz so einfach machen möchten, haben wir noch ein weiteres Auswahlkriterium: Sandwichboden oder Mehrschichtmaterial!? Bei einem Topf mit Sandwichboden besteht der Korpus aus Edelstahl. Unter den Korpus wird ein dicker Boden angeschweißt, der für die Wärmeleitung mit Aluminium oder Kupfer gefüllt ist. Vorteile: die Hitze wird im Boden gespeichert und wirkt auch bei ausgeschalteter Wärmequelle nach. Nachteile: die Erhitzung und die endgültige Temperatur ist nicht so hoch wie bei Töpfen aus Mehrschichtmaterial.

Denn bei einem Topf aus Mehrschichtmaterial ist das wärmeleitende Material wie Aluminium oder Kupfer in der kompletten Wand verarbeitet, vom Boden bis zum obersten Rand. Vorteile: rasend schnelle und punktgenaue Erwärmung mit einer perfekten Wärmeleitung. Nachteile: der Topf kühlt schneller wieder ab, sobald die Hitzequelle entzogen wird. Wenn das denn überhaupt als Nachteil gelten kann.

Aluminium

Die guten alten Alutöpfe haben ausgedient, da das Material mit Lebensmittel reagiert und bei hohen Temperaturen nicht sehr stabil ist. Den frei gewordenen Platz hat stattdessen Aluminiumdruckguss eingenommen. Dieses Material ist wesentlich stabiler, verfügt dennoch über eine sehr hohe Leitfähigkeit. Da aber auch Aluminiumdruckguss mit Lebensmitteln reagiert sind diese Töpfe in der Regel komplett mit einer anti-haft Beschichtung auf Kunststoffbasis überzogen.

Kupfer

Der klare Boss deiner Herdbewohner. Töpfe aus Kupfer sind schnell, stark und stylisch. Koch- und Bratergebnisse sind durch das Material erstklassig, und die Zubereitung ist unkompliziert, aufgrund des Speeds bleiben Geschmack und Vitamine erhalten. Selbst minimale Temperaturveränderungen werden schnell weitergegeben, sodass du auf den Punkt genau zubereiten kannst. Allgemein gilt, dass Kupfertöpfe die beste Wärmeleitfähigkeit aller Topfarten haben. Es wundert also nicht, dass Kupfertöpfe weltweit in der Sterne-Gastronomie zu finden sind. Unser Tipp: Achte beim Kauf auf den Kupferanteil! Ist es ein echter Kupfertopf oder nur ein Topf mit einer Kupferaußenhaut? Denn die macht den Topf zwar auch stylisch, bringt dir beim Kochen aber rein gar nichts.

Emaille

Hier regiert Metall, aber nur Metall bringt leider mehr Nachteile als Vorteile. Also muss die Emaille helfen. Diese glatte & porenfreie Oberfläche wird bei Temperaturen über 800 ° Celsius auf den Stahl gebrannt. Stahltöpfe haben eine sehr gute Wärmeleitung und wenn die Emailleschicht von guter Qualität ist, hält diese nahezu ein Leben lang.

Gusseisen

Der gutmütige Dicke. Gusseisen speichert zunächst die zugeführte Hitze und gibt sie dann konstant ab. Einmal hoch erhitzt, gibt das Material die Wärme gleichmäßig weiter und eignet sich deshalb zum langen Schmoren. Zugleich erhält Angebratenes mittels Gusseisen außen die perfekte Bräune und überzeugt innen durch eine saftige Konsistenz. Gusseisentöpfe gibt es mittlerweile auch in sehr schön. Aber tatsächlich zählen hier die inneren Werte einmal mehr, denn nur mit der richtigen Gusseisenmischung kommst du zu deinem perfekten Essen. Und: In seinem natürlichen Umfeld kann der gemeine Gusseisentopf zu einem Erbstück werden.

Römertopf

The german Klassiker. Nur ein wenig Flüssigkeit zugeben, den Test macht der XL-Freund ganz von alleine. Durch das schonende Garen bleiben nahezu 100% der Nährstoffe, Aromen und Vitamine erhalten. Und natürlich der erstklassige Geschmack. Da man beim Römertopf auf Fett verzichten kann, ist er auch ein guter Kumpel für die kalorienarme Küche.