Video: So brennt man eine Eisenpfanne ein

13.02. 2013

Vertraut uns: Perfekte Bratkartoffeln haben schon so manches Frauenherz erobert. Der Schlüssel zum knusprig-saftigen Glück ist eine perfekte Eisenpfanne – und die muss unbedingt gut eingebrannt sein. Und wie man das macht möchten wir euch gerne heute per Video zeigen!

Warum gerade Eisen?

Eine handfeste und bodenständige Eisenpfanne ist oft DIE EINE wahre Liebe fürs Leben. Sie ist es, die in allen Belangen des Bratens und Brutzelns einfach unschlagbar ist: Richtig eingebrannt lebt sie fast ewig. Sie lässt sich sehr schnell sehr hoch erhitzen und leitet die Hitze so gleichmäßig, wie keine andere Pfanne es je könnte. Ein Küchentraum. Gerade Fleisch-Freunde kommen mit ihr auf ihre Kosten, denn die Eisenpfanne brät Steak und Co. super saftig. Röstaromen bündeln sich in der langsam erarbeiteten Patina der Pfanne und sorgen für diesen unvergleichlichen Geschmack. Ups, jetzt bin ich abgeschweift ;-) Damit eine Eisenpfanne ihr ganzes Können auch zeigen kann, muss man sie vor dem ersten Gebrauch unbedingt richtig einbrennen.

Eisenpfanne einbrennen

Eisenpfannen richtig einbrennen

Die Pfanne einbrennen? Klingt wild, ist aber einfach. Nötig ist die Prozedur, weil die Pfanne Patina ansetzen soll. So kann später beim Braten nichts mehr anbrennen auch wenn das Bratgut kein Ölbad nimmt. Als schmackhafter Nebeneffekt entwickelt sich durch die Patina ein einzigartiges Aroma.

Vorbereitung

Wenn man die Pfanne kauft, ist sie mit einem Rostschutz beschichtet. Klar, die Pfanne ist aus Eisen und Eisen kann eben rosten. Keine Sorge, wenn sie richtig eingebrannt ist, rostet sie auch ohne diesen Schutz nicht mehr. Um den Rostschutz zu entfernen, reicht es, die Eisenpfanne kurz aber sorgfältig mit Spülmittel und heißem Wasser zu spülen und gründlich abzutrocknen. Danach kann es mit dem Einbrennen losgehen. Am besten Ihr öffnet schon mal ein Fenster ;-)

Aber damit ihr euch das Ganze besser vorstellen könnt haben wir eine kleine Videoanleitung für Euch gedreht:

 

Und hier alles nochmal Schritt für Schritt zum nachlesen:

• Füllt so viel hocherhitzbares Öl in die Pfanne, bis der Boden gut bedeckt ist. Dann Kartoffelschalen und mindestens einen Esslöffel Salz dazugeben.

• Jetzt wird die Küche geräuchert: Pfanne richtig heiß werden lassen, Öl, Salz und Kartoffelschalen braten und hin und wieder wenden. Das macht Ihr so lange, bis alles völlig schwarz geworden ist. Dabei entsteht ein ziemlicher Qualm, der Ihre Küche in satten Nebel taucht denn hier versagt jede Abzugshaube. Das ist aber völlig in Ordnung, das muss so sein.

• Wenn das Bratgut ebenso schwarz ist wie der Pfannenboden – das dauert so ungefähr 15 Minuten – nehmt Ihr die Pfanne von der Platte und lasst alles abkühlen.

• Nun die Kartoffelschalen entsorgen, die Pfanne mit klarem Wasser durchspülen und mit Küchenpapier trocknen.

Dann: Küche lüften, kaltes Bier holen und die ersten Bratkartoffeln brutzeln!
Ach ja und noch etwas: Spülmittel sollte diese Pfanne nie mehr zu Gesicht bekommen. Die Spülmaschine schon gar nicht. Aber das versteht sich ja von selbst …

Hier kommt ihr übrigens zu unserer aktuellen Eisenpfannen-Aktion “Die besten Pfannen der Welt”. Bei Facebook, Twitter und Google+ sind wir natürlich auch vertreten ;-)

5 Kommentare

ChrisTa Verfasst am 13. Februar 2013 at 19:28

Also ich muß gestehen, daß ich davon noch nie was gehört habe.. und wenn ich das Video dazu nicht angesehen hätte würde ich fast meinen, das wäre ein Scherz… Aber wenn es danach wirklich die besten Bratkartoffeln gibt, probiere ich das sicher aus
LG

Eugen Edelmann Verfasst am 14. Februar 2013 at 23:12

Habe das schon vor Eurem Artikel gemacht. …. Muss schon sagen ist ein fürchterlicher Gestank und Rauch aber die Pfanne funktioniert dann wirklich wunderbar. Die Röstaromen kommen da wirklich suuuuuper zur Geltung was keine andere Pfanne schafft. Übrigens: Die Anleitung zum Einbrennen lag bei der Pfanne bei. LG. Eugen

Lars Verfasst am 14. Mai 2013 at 09:31

Ich habe mich entschieden, das ganze auf einem ordentlichen Gaskocher draussen zu machen. Die Rauchentwicklung ist schon heftig….aber es lohnt sich!

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